Kindeswohl an erster Stelle

Kindeswohl an erster Stelle

"Ich erlebe jetzt Antipädagogik im Namen der Medizin."

(Dr. med. Michaela Glöckler, Kinderärztin und Buchautorin. In: Corona Kinder. Die Folgen der Maßnahmen für unsere Kinder).

Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen, sie befinden sich noch in der Entwicklung. Sie sind aus diesem Grund besonders schützenswert. Auch, weil sie selbst, je nach Alter, gar nicht oder nur bedingt eigenverantwortlich handeln können und vielen Zwängen und Pflichten unterliegen, denen sie sich nicht oder nur schwer widersetzen können.

Gravierende Einschränkungen sind Kindeswohlgefährdung

Bei Kindern und Jugendlichen hatten die Corona-Maßnahmen wie anlasslose Testungen, Maskenpflicht und Schließung von Einrichtungen nachweislich keinen Einfluss auf den Erwerb der spezifischen SARS-CoV 2-Immunität, sehr wohl aber negative Effekte. Kinder und Jugendliche wurden ohne wissenschaftlich haltbare Begründung dazu gezwungen, Masken zu tragen, die ihre Atmung behindern. Sie sollten Abstände einhalten und ihre physischen und sozialen Bedürfnisse für den Großteil des Tages auf ein Minimum begrenzen. Dies widerspricht dem natürlichen Bewegungsdrang und dem hohen Kontaktbedürfnis eines Kindes massiv. Diese repressiven Maßnahmen zwingen Kinder vielmehr zu Verhaltensweisen, die ihre altersgemäße Entwicklung, ihre Gesundheit und das Ausbilden eines gesunden Selbstwertgefühls entscheidend beeinträchtigen. 

Hierbei sei noch auf das fehlende allgemeine Immuntraining verwiesen, dass besonders für Kleinkinder bis zum 5. Lebensjahr aber enorm wichtig ist. Wenn sie wenig Kontakt oder unnatürlich eingeschränkten Kontakt zu Anderen haben, schädigt das die Immunentwicklung. Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht ausgereift, es lernt wie wir auch durch Erfahrung. Kinder besitzen zwar ausreichend immunologische Zellen ab der Geburt, diese müssen aber funktionell aktiviert werden und ein Gedächtnis entwickeln. 

Kinder zu schützen, bedeutet, sie möglichst vor Schaden zu bewahren

Kinder sind Gruppenwesen. Kinder brauchen soziale Kontakte zu Gleichaltrigen, um reifen und sich entwickeln zu können. All dies wurde ihnen durch wiederholte Schließungen der Schulen und Kindergärten genommen. Wenn Kinder von ihren Freunden plötzlich einen Freund aussuchen müssen und sich dann nur noch mit diesem noch treffen dürfen, ist dies für Kinder eine schmerzliche Einschränkung.

Die Maßnahmen während der Corona-Pandemie und das vorherrschende funktionelle Menschenbild missachten die Lebensrealität und die seelischen Bedürfnisse von Kindern grundsätzlich. Mehr noch, da Kinder und Jugendliche durch das Virus nicht gravierend bedroht sind, werden sie durch die Maßnahmen als "bloße Mittel zum Zweck anderer gebraucht" (Paywall)Die restriktiven Maßnahmen gerade für Kinder und Jugendliche sind absolut irrational und hochproblematisch. Jakob Armann von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie sagt in einem Interview (Paywall) im Juli 2022 mit Blick auf den kommenden Herbst:

"Wir bewegen uns also auf ein Szenario zu, in dem ausgerechnet die Bevölkerungsgruppe, für die Corona am ungefährlichsten ist, der strengsten Überwachung und den restriktivsten Maßnahmen unterliegt. Das ist nicht konsistent und vor allem schädlich."

Diese Instrumentalisierung ist mit der Würde der Kinder unvereinbar, denn die Würde ist laut Grundgesetz unantastbar!