Generation Corona

„Es wird sehr viel geben, wofür wir uns bei unseren Kindern entschuldigen müssen.”

(Gerald Hüther, Neurobiologe)

Unser Kinder wachsen in einer Welt auf, in der ihnen fortlaufend vermittelt wird, dass sie eine Gefahr für andere sind. Sie erfahren ihre natürliche Umgebung nicht als unbeschwerten Schutzraum, sondern als feindliches Gebiet, in dem es gilt, sich zu verhüllen und zu isolieren. Statt sie ständig zu maßregeln, die Maske richtig zu tragen, Abstände zu halten und teils neurotische Waschzwänge ausbilden zu lassen, müssen wir wieder ihr Grundvertrauen in zwischenmenschliche Beziehungen fördern und sie sich zu sozial kompetenten Wesen entwickeln lassen, die mit Zuversicht und Mut durch die Welt gehen. 

Zum jetzigen Zeitpunkt jedoch riskieren wir, die kommende Generation zutiefst zu verunsichern. Denn wir nehmen ihnen eine wichtige Erfahrung: das Erleben von bedingungsloser Nähe. Dies wirkt umso tiefgreifender, je jünger die Kinder sind.

Dieser Wunsch nach Nähe und das Zugehörigkeitsgefühl mündet trotz Unwohlsein und körperlichen Beschwerden in einem konformistischen Druck, die Maske in für die eigene Gesundheit kritischen Situationen nicht abzunehmen. Die Angst von Nötigung durch andere Schülerinnen oder Schüler bzw. Lehrkräfte wiegt stärker als die eigene Gesundheit sowie das eigene Wohlbefinden.

Für Kinder ist das Maske-Tragen ein Akt der Unterwerfung, da sie dazu gezwungen werden.

Es besteht die Gefahr, dass die Maske - von Erwachsenen und auch von anderen Kindern und Jugendlichen -  als Instrument zur Auslebung von autoritären Zügen genutzt wird.