Gesundheitsfürsorge

Körperliche Unversehrtheit und medizinische Selbstbestimmung

Der Staat hat bestimmte Pflichten zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Gesundheitswesens, das ist unbestreitbar. Diese sollte er frei von wirtschaftlichen Interessenabwägungen zum Wohlergehen der Allgemeinheit umsetzen. Gleichzeitig hat jedes Individuum das verankerte Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie medizinische Selbstbestimmung und eine umfassende medizinische Aufklärung, dass heißt, dass jegliche medizinische Maßname nur nach Einwilligung erfolgen darf.

Die Corona-Maßnahmen schränken aber das Recht auf körperliche Unversehrtheit ein, indem bei Kindern und Jugendlichen langfristige Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Reizungen der Nasenschleimhaut und die allgemeine Schwächung des Immunsystems durch Distanzmaßnahmen, Masken- und Testpflicht hingenommen werden. Darüber hinaus ist höchst fraglich, inwieweit das Recht auf Selbstbestimmung und umfassende medizinische Aufklärung zum Beispiel bei Massenimpfaktionen in Schulen gewährleistet wird, die durch den Gruppenzwang auf Eltern und Jugendliche kein vertrauliches Umfeld zur unabhängigen Meinungbildung bieten.

Aufgrund der teils engen personellen Verflechtung von Pharma-Unternehmen, privaten Stiftungen und nationalstaatlichen Regierungen und Institutionen und dem unregulierten Lobbyismus im Gesundheitswesen ist außerdem nicht auszuschließen, dass privatwirtschaftliche Lobby- und Profitinteressen politische Entscheidungen zu Corona-Maßnahmen stärker beeinflussen als Interessen im vorrangigen Sinne des individuellen Patientenwohls.

Individuelle Vorsorge statt Kontrolle

Die Corona-Maßnahmen sind in ihrer Gesamtheit irrational und widersprüchlich und müssen dringend juristisch aufgearbeitet werden. Statt eine fortschreitende Kontrolle über die Bevölkerung zu verfolgen, die den Einzelnen durch immer unverständlichere, willkürlich anmutende bürokratische Auflagen in seiner körperlichen Selbstbestimmung einschränkt, sollte auf die Stärkung individueller Vorsorge und eine ganzheitliche Betrachtung der Lebensumstände gesetzt werden. 

Kinder und Jugendliche leiden laut der COPSY-Studie des UKE Hamburg durch die Maßnahmen vermehrt unter Depressionen, Bildungsrückständen und häuslicher Gewalt. Außerdem beeinflussen die Maßnahmen Gewohnheiten wie Ernährung, Sport und Medienkonsum negativ. Eine Mehrzahl der Kinder berichtet laut der Langzeitstudie, dass sie das Lernen als anstrengender empfinden und dass sie sich öfter streiten. Es traten außerdem vermehrte psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Einschlafprobleme und Gereiztheit auf.

Kinder und Jugendliche sind übermäßig durch die Maßnahmen betroffen, indem der Test- und Maskenzwang an Schulen einen großen Teil ihres Alltags bestimmt.

Kinder benötigen neben Zuwendung und Aufmerksamkeit von Eltern und Vertrauenspersonen vor allem ausreichende Bewegung an der frischen Luft und das unbeschwerte Spielen mit Freunden. Eltern, die zu Hause immer wieder erzwungenermaßen zwischen Home Office, Home Schooling oder Betreuung jonglieren, müssen von dieser erheblichen Belastung befreit werden, um ihren erzieherischen Aufgaben wieder selbstbestimmt und in dem Maße gerecht zu werden, wie sie es sich wünschen und wie es für die Kinder förderlich ist. 

Distanz- und Quarantäneregelungen behindern gesundheitsförderliche Maßnahmen bei Kindern in erheblichem Maße.

Hier einen maßvollen und sozial verträglichen Ausgleich zu finden, der keine Bevölkerungsgruppe übermäßig benachteiligt, ist in der derzeitigen Situation dringend notwendig. Die jetzigen Maßnahmen belasten insbesondere diejenigen Familien, die bereits sozial benachteiligt sind – betroffen zum Beispiel von Schulschließungen und Quarantäneregelungen sind verstärkt Kinder und Jugendliche in besonderen Problemlagen, Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien und Kinder und Jugendliche in beengten Wohnsituationen in Großstädten. 

Nicht nur weniger privilegierte Geringverdiener, sondern weite Teile der arbeitstätigen Bevölkerung sind durch die Maßnahmen stark belastet. Sie müssen zum Beispiel als betroffene Berufsgruppe im Kundenkontakt oder als Pendler durch lange Fahrtwege im öffentlichen Nah- und Fernverkehr Tests und Masken häufig über lange Zeiträume anwenden oder sind als Selbstständige oder prekär Beschäftige von unsicheren Jobverhältnissen, Insolvenzen oder Arbeitslosigkeit – was durch die Maßnahmen in vielen Bereichen verstärkt bzw. verursacht wurde – betroffen, was sich wiederum auf die finanzielle Gesamtsituation und das allgemeine Wohlbefinden in der Familie auswirkt.